Wildcard-Round gegen Cleveland: Jetzt zählt’s, Leute

Wildcard-Round gegen Cleveland: Jetzt zählt’s, Leute
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Letzte Woche Steelers at Browns, diese Woche, zum Auftakt der Playoffs darf Black and Gold die Browns begrüßen. Und ich habe, das soll auch der Spin dieses Artikels sein (hoffentlich bereue ich die Worte morgen nicht bitterlich), ein richtiges gutes Gefühl für einen Steelers-Win.

Nach dem Bengals-Spiel und der ersten Spielhälfte gegen die Colts zu Hause (Week 15 und 16) war ich zermürbt und skeptisch gestimmt, was die Playoff-Chancen der Steelers anbetreffen würde. Die Form hatte einfach überhaupt nicht gepasst.
Jedoch habe ich mit der Leistungssteigerung gegen Indianapolis in den finalen 30 Minuten so etwas wie einen Turning Point im Steelers-Spiel nach dem schwachen Dezember erkannt.

Ein braver Mason Rudolph

Und auch die Leistung in Cleveland in Week 17 beim 22:24 (Niederlage hin oder her) hat mich zufriedengestellt. Dort wurden Schlüsselspielern am Steelers-Roster wichtige Ruhe-Pausen zur Heilung und Vorbereitung gegönnt, dafür bekamen Backups wie QB Mason Rudolph mal wieder eine Chance. Und Rudolph – natürlich hofft niemand, dass er in naher Zukunft Ben Roethlisberger ersetzen wird müssen – hat es richtig gut gemacht und für über 300 Yards und zwei Scores geworfen.

Die Steelers sind in Cleveland nach frühem Rückstand nochmals rangekommen und haben das Spiel bis zur letzten Minute komplett offenhalten können. Ein Duell, in dem es für den Gegner um alles, nämlich ums Ticketlösen für die Playoffs, für Pittsburgh selbst aber um nichts ging.

Ich habe das klar als charakterstark und ansprechend empfunden.

Finale Vorzeichen

Coach Tomlin wird im anstehenden Spiel wieder auf TE Eric Ebron zurückgreifen können, der von der COVID-List aktiviert wurde. QB Ben Roethlisberger, OLB TJ Watt, DE Cam Heyward oder C Maurkice Pouncey sollten nach Schonung frisch und ausgeruht auftreten können. Auch S Terrell Edmunds, CB Steven Nelson und K Chris Boswell sollten nach Blessuren good to go sein, OL Matt Feiler und LB Robert Spillane ebenso.

Bei den Browns hingegen haben einige Corona-Fälle für Schwierigkeiten in der Matchvorbereitung gesorgt. Sind in den letzten Wochen beim Division-Rivalen schon immer wieder Spieler aufgrund von Krankheit für ein Spiel ausgefallen, so hat’s diesmal etwa Starting Guard Joel Bitonio und Head Coach Kevin Stefanski erwischt, die in der Wildcard Round nicht mitwirken werden dürfen im Stadion.

Und auch Starting Corner Denzel Ward wird nicht auflaufen. Alles zusammen sicherlich eine Schwächung. Zudem durften die Browns kaum auf ihrem Trainingsgelände trainieren aufgrund von Corona-Einschränkungen.

Bei den Steelers ist Corner Joe Haden auf der COVID-List verblieben. Sein Platz muss im Zusammenspiel von Cam Sutton, Mike Hilton und Justin Layne ausgefüllt werden. Bis auf Haden treten die Gastgeber aber gesund und vorbereitet wie gefühlt schon lange nicht an.

Letzte Woche als Deutungsgrundlage

Baker Mayfield hat letzte Woche passabel gespielt, aber mit unter 200 Passing Yards keine Bäume ausgerissen. Auch wurde er von den Steelers mit deren 1B-Personal vier Mal gesackt. Mehr Schaden angerichtet als Mayfield haben seine Runnung Backs Nick Chubb und Kareem Hunt (über 150 Yards zusammen in Week 17) – hinter einer O-Line, die im Run Blocking richtig gut ist. Vor diesem Laufspiel habe ich mehr Respekt als vom Passspiel über Mayfield.

Für Pittsburgh wird puncto einer überzeugenden Partie mitspielen, wie selbstverständlich man den Ball laufen wird können. Cleveland hat mit DE Olivier Vernon eine Stütze seiner Front Four verletzt für die Season verloren. Zwar war das Laufspiel der Steelers ab Saisonmitte richtig, richtig schwach, allerdings stimmten mich die 85 Rushing Yards in Cleveland schon einigermaßen positiv.

James Conner und meinetwegen Benny Snell sollten wieder in der Nähe von 100 Yards zu liegen kommen, dann wäre die Aussicht auf eine ausgeglichene Offense schon gegeben, wenn Ben Roethlisberger sein Ding durchziehen kann.

Ich fürchte keinen Mannschaftsteil der Browns außer vielleicht das offensive Laufspiel. Dagegen wird Pittsburgh aber mit Sicherheit gegameplanned haben. Die Steelers-D sollte gegen Mayfield und seine Receiver ein Plus-Matchup haben. Ebenso weiß ich nicht, ob die Browns ohne ihren besten Corner für die Fülle an etwa gleich starken Steelers-Receivern werden gerüstet sein. Zudem spielt mit, dass Cleveland so deutlich später mit Training und Game-Vorbereitung beginnen konnte gegenüber Pittsburgh im Vergleich.

Der Tipp

Rufen sie Normalform ab, werden die Steelers die Divisional Round erreichen.

27:23 Steelers

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