Vor dem Ravens-Showdown: finale Einschätzungen

Vor dem Ravens-Showdown: finale Einschätzungen
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Heute um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnt der heißersehnte AFC-North-Showdown der Steelers im Auswärtsspiel bei den Ravens.

Die Steelers stehen 6-0 im Record und sind zurecht stolz auf diese Zwischenbilanz. Ich habe aber nach dem Titans-Game das Gefühl bekommen, dass man die Unbesiegtheit ein bisschen selbstgefällig vor sich herträgt – und habe nicht zuletzt deswegen ein schlechtes Gefühl für heute.

Mit Baltimore trifft man auf ein Team, bei dem mich weniger QB Lamar Jackson und die lauffreudige Offense der Ravens beunruhigen als mehr die komplette und qualitativ hochwertige Defense der Gastgeber.

Ich weiß nicht, ob die Steelers das nötige Maß an Nastiness finden werden in ihrem Angriffsspiel, um dagegenzuhalten.

Gut besetzt auf allen Ebenen

Baltimore hat per Trade Yannick Ngakoue von den Vikings geholt für seine Front Seven – und das sicher nicht zufällig gerade rechtzeitig vor dem richtungsweisenden Duell mit Erzrivale Pittsburgh. Pass Rusher Ngakoue hat eine gute persönliche Bilanz in “Privatduellen” mit Ben Roethlisberger und könnte das fehlende Puzzleteil für eine davor schon starke Ravens-D sein.

Die Steelers werden versuchen müssen, über James Conner und eine gute Leistung der O-Line ein ernstzunehmendes Laufspiel zu etablieren, um den Druck an der Line of Scrimmage nicht zu groß werden zu lassen.

Auch das Setzen von Nadelstichen über kurze Pässe wäre am Papier ein denkbares Rezept gegen blitzende Defender und den Pass Rush, ich bin aber skeptisch, dass die Steelers – trotz ihrer Dichte auf WR – sehr viele Plus-Matchups gegen die starke Ravens-Secondary erwarten. Passing Yards wird man sich hart erarbeiten müssen.

Roethlisberger hat eine ganz schwache zweite Hälfte aus dem Titans-Game wiedergutzumachen – allerdings gegen eine wesentlich bessere Defense, die ein Statement im eigenen Stadion abgeben möchte. Die Steelers brauchen einen fehlerfreien QB, um heute bestehen zu können, leichtfertige Turnover waren gegen die Ravens in der Historie zu oft das Rezept für Niederlagen.

Steelers-D auf Jackson vorbereitet?

So skeptisch ich bin, was den Erfolg der Steelers on Offense betrifft, so zuversichtlich bin ich, dass die Defense passabel vorbereitet gegen die Stärken der Ravens auftreten wird können.

Baltimore muss wohl ohne RB 1 Mark Ingram auskommen und nicht zuletzt deshalb sollte es der starken Steelers-Laufverteidigung gelingen, das Laufspiel über die Backs in Schach zu halten. Jackson als Runner ist eine Waffe ganz anderer Güte, aber die Steelers werden hart gegen ihn und seine Lieblingswaffe, TE Mark Andrews, gegameplanned haben.

Ein bisschen zu befürchten steht für mich, dass sich die Steelers von einem der Ravens-Receiver (den sie unterschätzen), am ehesten Brown oder Boykin, eine Menge Yards umhängen lassen werden. Auch weil Jackson mehr passen wird, als vielleicht viele erwarten – es sei denn, Baltimore spielt früh eine komfortable Führung heraus, was freilich das Schlimmste für Black and Gold wäre.

Zuletzt gegen Tennessee und Philadelphia ließen sich die Steelers Monstergames der WR Travis Fulgham und AJ Brown umhängen – und ich bin skeptisch, dass es heute anders kommt. Die Steelers sind in wichtigen Situation zu anfällig, zu leichtfertig Big Plays im Passspiel abzugeben. Und sie rühmen sich zu oft damit, die Primärwaffe eines Gegner toll unter Kontrolle gehabt zu haben, um gleichzeitig zu vergessen, welche Zahlen die Sekundärwaffen hatten.

Okay, jetzt habe ich Skepsis und Negativdenken gestreut, soweit das Auge reicht. Hoffentlich kommt alles ganz anders, einige Key Player Pittsburghs wachsen über sich hinaus und man bezwingt den verhassten Rivalen. Die Einschätzung von mir ist aber negativer Natur:

31-14 Ravens

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