Ravens-Farce: ein Entschluss

Ravens-Farce: ein Entschluss
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Nachdem die NFL durch eine jämmerliche, feige und nicht nachvollziehbare Entscheidung dafür gesorgt hat, aus dem Week-12-Spiel der Steelers gegen Baltimore im Zusammenspiel mit der Ravens-Organisation eine Posse zu machen, werde ich dieses Spiel nicht covern und analysieren.

Ich habe vor, mir gegebenfalls die Highlights anzuschauen, um über etwaige Verletzungen im Bilde zu sein, aber selbst der Ausgang des Spiels ist mir egal. Ich werde mit vollem Engagement wieder beim Washington-Spiel (das durch die Ravens-Farce – aktuell mal – auf kommenden Montag verschoben wurde) einsteigen.

Fakt ist, dass ich über die Ravens-Franchise eigentlich keine Worte mehr verlieren will. Sie hat in den letzten Tagen durchaus eindrucksvoll bewiesen, dass manche große Sportteams, ihr Wesen und ihr Drumherum einfach weniger redlich sind als andere.

Natürlich ist’s ein Herbst, in dem sich auch der American-Football-Sport mit Corona abmühen muss. Die Entscheidungen der National Football League, ein Heimspiel eines VÖLLIG UNSCHULDIGEN Teams (Steelers) quasi über eine Kalenderwoche zu verschieben und sich und alle Betroffenen der Lächerlichkeit preiszugeben, sind dadurch aber nicht zu rechtfertigen.

Ich habe auch keine Lust, jetzt das ganze Geschehen (jeder kann das ja nachlesen) wiederzugeben, wie’s dazu gekommen ist, dass die NFL ein Spiel, das für Donnerstag geplant war, nun (bis ihr wieder ein neuer Blödsinn einfällt) auf einen Mittwoch verlegt hat. Tatsache ist, die Liga hat sich in unappetitlicher Weise an die Ravens angebiedert, was den neutralen wie den Pittsburgh-Fan nur wütend bis resigniert zurücklassen kann.

Die Willkür, mit der die Liga Baltimore jetzt in den Hintern kriecht (bitte den Ausdruck zu entschuldigen, aber mir fiel nichts Prägnanteres ein), um scheinbar die Playoff-Chancen der Ravens demonstrativ hoch zu halten, wird Pittsburgh (es sei denn, das Baltimore-Spiel wird doch noch abgesagt und als Steeler-Win gewertet) teuer zu stehen kommen.

Black and Gold konnte in Unwissenheit über die Entscheidungen der NFL keine strukturierte Matchvorbereitung absolvieren und könnte nun über Wochen mit Games in engeren Intervallen als vorgesehen zu tun haben. Dass sich dies negativ auf Verletzungswahrscheinlichkeit und Regenerationsmöglichkeiten auswirken würde, muss jedem einleuchten.

Ich bin kein unsportlich agierender Blogger mit Scheuklappen-Denken, ich kann sportliche Niederlagen, glaube ich, sehr fair einordnen. Aber solch eine willkürliche Farce gegen mein Lieblingsteam – das habe ich nicht notwendig.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Sehe ich nicht anders! Musste schon mürrisch die Entscheidung, dass das Spiel von Donnerstag auf den Sonntag verschoben wurde, tolerieren und konnte vielleicht hier noch eine gewisse Sportlichkeit gutheißen oder einen Gesundheitsaspekt (dass nicht noch Spieler der Steelers im Nachhinein infiziert werden) sehen.
    Aber auch eine gewisse Unsportlichkeit der Liga sehen, da ja quasi den Steelers ein Heimspiel mit ein paar Zuschauern entzogen wurde- was am Sonntag aufgrund Corona-Richtlinien nicht mehr möglich war. Zwar kein volles Haus, aber ich denke als Leistungssportler immer noch mehr Ansporn und Freude als vor leeren Rängen. Was also in Baltimore gegeben war, wurde den Steelers somit entzogen.
    Langsam fällt man aber vom Glauben ab!!! Mögliche Verschwörungstheorien, wie die Playoffchancen von Baltimore am Leben erhalten oder den Steelers das Leben schwerer machen- jetzt und auch für die Saison-Zukunft. Bis hin zu dem Aspekt, dass man eine „neue Geschichte“ (ungeschlagen seit Miami durch die Saison zu gehen), die vielleicht in unserer aktuellen Leistungssport-Welt wertiger ist als vor Jahrzehnten, einfach verhindert will. Sicherlich für den einen oder anderen nicht von Bedeutung, weil ein positives Abschneiden in den Playoffs viel wichtiger ist als ein besonderer Rekord in Granit gemeißelt.
    Schlimmer ist mein Bauchgefühl als Fan, dass die Liga bei einem möglichen Corona-Fall bei den Steelers anders entscheiden würde und einen beispielsweise Ausfalls von BigBen und ggf. einiger Kollegen aus der O-Line, mit denen man näher zusammenarbeitet, ignoriert und das Spiel einfach durchzieht. Ich hoffe, der liebe Sporler-Gott hält hier die Karma-Punkte für die Steelers hoch und steht für einen positiven Ausgang für Black and Gold😉

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