Power-Ranking und Ausblick auf Week 8

Power-Ranking und Ausblick auf Week 8
Copyright Dave Adamson

Endlich einmal ein wenig Konstanz fürs Power-Ranking: Die ersten sechs Positionen bleiben bezogen wie letzte Woche. Grund dafür ist, logischerweise, dass von den Big Guns vorne überzeugende Siege gefeiert wurden.

Die Bills, bezüglich deren Schlagkraft ich skeptisch war und immer noch bin, knacken erstmals die Top 10. Andere, die als Contender gestartet sind, rasseln ins Bodenlose oder picken weiterhin unten fest: Ja, I’m looking at you, Chargers and Eagles.

(Weiterlesen wie immer unter der Grafik.)

1
7-0EVEN
26-0EVEN
36-1EVEN
46-1EVEN
55-2EVEN
65-2EVEN
75-2 UP
84-2 UP
94-2 UP
105-1 UP
114-3 UP
125-2 DOWN
134-3 UP
144-3 DOWN
152-3-1 DOWN
163-3 DOWN
173-4 UP
183-3EVEN
193-4 UP
203-4 DOWN
212-4 DOWN
222-4 DOWN
233-3-1 UP
242-4 DOWN
252-5 DOWN
262-5 DOWN
272-5EVEN
281-6 UP
291-6EVEN
301-5 DOWN
310-7EVEN
320-6EVEN

Der beeindruckendste Aufsteiger

Buffalo Bills

Zugegeben: Ich fühle mich nicht sonderlich komfortabel, die Bills in diesem Segment zu forcieren – einzig ihr Record zwingt mich schön langsam dazu. Die Bills stehen nämlich 5-1, haben ihre einzige Saison-Niederlage gegen die Patriots bezogen, sind auf Playoff-Kurs und knacken deshalb erstmals die Top 10 im Ranking.

Natürlich hat man einen Punkt, wenn man argumentiert, dass gute Records (gilt für Seattle oder die Patriots selbst übrigens auch) immer dadurch befeuert werden können, wenn man auf viele schwache Teams trifft über eine gewisse Wegstrecke. Bei den Bills würde ich genau das als gegeben ansehen. Einzig: Ihr Spielplan wird über die Season hinweg nicht mehr recht viel schwerer.

Das heißt, ihre Offense mit QB Josh Allen, der mich – wie auch QB Sam Darnold von den Jets – so überhaupt nicht überzeugt, wird zwar Hemmschuh bleiben. Leidenschaft und eine sehr gute Defense bescheren Buffalo aber – Stand jetzt – beste Playoff-Aussichten.

Der markante Absacker

Chicago Bears

Die Bears haben letzte Woche im Endeffekt nur mit 25:36 zuhause gegen die Saints verloren. Der Score beschönigt aber immens, wie grottenschlecht diese Leistung eigentlich war.

Falls die Quarterback-Diskussion rund um Starter Mitch Trubisky in der Windy City noch nicht entbrannt ist, dann wird sie es bald sein. Trubisky war über alle relevanten Strecken des Spiels hinweg außerstande, Pässe, die weiter gingen als fünf, sechs Yards, an den Mann zu bringen. Das wirkte hilflos und das kann sich eine Franchise, die so viele Quality Defender in ihren Primes am Roster hat, nicht leisten.

Ich hätte mir von den Bears für diese Season mehr erwartet, dachte, dass die Defense mehr Games wird herausreißen können (Trubiskys Schwächen überdeckend). Aber momentan ist Chicago die dritte oder vierte Kraft in der NFC North, klar hinter Green Bay und Minnesota. Mit der Postseason schaut’s in dieser Verfassung schlecht aus.

Steelers-Ranking argumentiert

Rang 22, einen Platz verloren

Ein Plätzchen Verlust für die Steelers nach ihrem spielfreien Wochenende. Die Titans und die Jaguars haben sich mit Siegen in der AFC South wieder in Position gebracht und sind vorbeigezogen. Die Broncos sind nach ihrer katastrophalen Niederlage zuhause gegen die Chiefs hinter Pittsburgh gerutscht.

Die nächsten Wochen bringen für die Steelers drei Heimspiele en suite und damit wohl auch den entscheidenden Spin, ob’s im Ranking Richtung obere Hälfte gehen kann – oder ob es eine Saison ohne viele Erfolge werden wird.


Drei aktuelle Gedanken zur NFL säuberlich geordnet:

  • Ein bisschen habe ich über die letzten Tag hinweg damit gerechnet, auf nfl.com von der Entlassung von Falcons-HC Dan Quinn zu lesen. Es gibt ohnehin in der Causa Quinn immer wieder Wortmeldungen aus dem Umfeld der Falcons, vom Owner oder vom General Manager. Letztgenannter (Thomas Dimitroff) muss selbst aufpassen, nicht nach der Saison gekickt zu werden. Die Falcons waren vor einigen Jahren nach fantastischer Saison noch im Super Bowl. Ein solcher Erfolg reißt dich als Head Coach aber auch nicht ewig raus, hast du in der Folge keine Winning Seasons mehr dabei. Die Defense der Falcons ist einfach viel zu schwach in der Verfassung, in welcher sie sich aktuell präsentiert. Von großen Namen wie Takkarist McKinley, ein First Rounder im Draft, oder Vic Beasley, der einst sogar Sack Master der Liga war, kommt überhaupt nichts. Und die Offense kann diese miserable Defense nicht immer kaschieren bzw. spielt selbst oft genug schlecht. Change is coming.

  • Seattle hat daheim klar gegen die Ravens verloren und damit eine These bestätigt, die ich ja die Seahawks betreffend schon länger vertrete: Spielt Russell Wilson mal nicht gut, ist dieses Team gefährdet, gegen jeden zu verlieren, weil’s einfach kein Klasseteam im Gesamten ist. Die Hawks waren gegen Baltimore nicht im Stande, den gegnerischen Quarterback beim Rushen zu stoppen oder Russell Wilson mit dominantem Laufspiel zu entlasten. Seattle sitzt auf 5-2 und steht gut da. Aber wiewohl die Niners auch nicht alle Spiele gewinnen werden, hat man schon zwei Niederlagen mehr als San Francisco am Konto – und gegen die Rams könnte es noch ein heißer Tanz in einem möglichen Wildcard-Race werden.

  • Und: Change upcoming auch in Denver? Letzte Woche habe ich die Broncos noch gelobt – und es dabei total verschrien. Die Broncos bekamen Thursday Night eine massive Heimpleite (mit nur sechs selber erspielten Punkten) von den Chiefs serviert, obwohl deren Star-QB Pat Mahomes früh ausscheiden musste. Diese Pleite hat in Denver-Land und in den sozialen Netzwerken die Wogen hochgehen lassen. GM John Elway, selbst Klubikone, wird vorgeworfen, nach den Super-Bowl-Runs Mitte des Jahrzehnts zu oft aufs falsche Pferd gesetzt zu haben. Gerade auf der Quarterback-Position kam bei den Broncos nach Peyton Manning nichts Erfolgreiches mehr. Wird spannend zu sehen sein, ob der Legenden-Status Elway den Job rettet – oder ob vielleicht sogar der ebengenannte Manning recht bald seinen Job machen wird.

Wer wartet in Week 8 auf die Steelers?
Und wie stark sind die?

Zuhause versus Miami Dolphins

Miami at home – ein Game, das sich wohl viele NFL-Teams aktuell ganz gut auf ihrem Schedule vorstellen könnten.

Die Dolphins werden Veteran und Gunslinger Ryan Fitzpatrick gegen Pittsburgh starten, nachdem sie schon einige Quarterback-Rochaden durchgeführt haben heuer. Fitzpatrick kann an guten Tagen schon mal für 300 Yards und drei Touchdowns werfen, hat aber aufgrund des Dolphins-Squads im Umbruch wohl nicht die “Horses”, solche Numbers zu bewerkstelligen. Zudem hat er gegen die Steelers mit verschiedensten Teams bisher immer verloren.

Die Dolphins haben unter Neo-Head-Coach Brian Flores zuletzt so etwas wie eine leichte Tendenz nach oben erkennen lassen, waren bei den 5-1-Bills nach drei Quartern in Führung letzte Woche. Sie stehen dennoch bei 0-6 und, let’s face it, die Steelers müssen diese Miami-Truppe schlagen, um ihre kleine Chance auf eine erfolgreiche Season am Leben zu erhalten und nicht zur negativen Überraschung des Spieltags zu werden.

Pittsburgh vor Quarterback-Switch

Die Steelers selbst bekommen nach der Bye einige Verletzte zurück, QB Mason Rudolph wird nach seiner Gehirnerschütterung, erlitten im Ravens-Game, wieder starten. Der Gameplan wird aber sicher kein solcher sein, dass Rudolph jetzt mit 45 Pässen das Spiel im Alleingang gewinnen soll.

Es wird, sollten die Steelers mit Führung spielen oder der Spielstand ausgeglichen sein, genügend Carries für die Running Backs James Conner und Benny Snell im Laufspiel geben. Zudem wird Pittsburgh schon darauf setzen, mit seiner Defense The Edge gegenüber einer dürftigen und mit wenig Klasse ausgestatteten Miami-Offense zu haben. QB Fitzpatrick ist noch dazu, gerade wenn er catch up spielen muss, geradezu berüchtigt dafür, Turnover zu produzieren.

Die Steelers sollten diese Partie mit zumindest zehn Punkten Abstand für sich entscheiden.

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