Power-Ranking und Ausblick auf Week 7

Power-Ranking und Ausblick auf Week 7
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Mit dem Abschluss von Week 6 habe ich das Gefühl, dass sich Trends fürs Ranking schön langsam festsetzen. Man sieht, welche Teams 2019 wirklich substanziell gut sein könnten/werden. Und erkennt einige, für die diese Season definitiv nichts herausschauen wird.

Letzte Woche war es vielleicht ein bisschen bold, die Niners auf Platz 2 zu setzen – ich wurde aber am Wochenende bestätigt. Der Sieg San Franciscos bei den Rams war durchaus beeindruckend (obwohl die Rams plötzlich ein Team mit erstaunlich vielen Problemen sind), sie stehen zurecht so weit oben.

Auch die Lions haben mich beeindruckt. Sie wurden in Green Bay ein Stück weit von den Schiedsrichtern um einen massiven Auswärtssieg gebracht und sinken im Ranking nicht. Ganz anders die Eagles, ein Team, aus dem ich nicht schlau werde.

(Weiterlesen bitte unter der Grafik.)

1
6-0EVEN
25-0EVEN
35-1 UP
45-1EVEN
54-2 UP
64-2 DOWN
75-1 UP
84-2 UP
94-2 UP
104-2 UP
112-2-1 UP
123-2 DOWN
133-2 DOWN
144-1 UP
153-3 DOWN
163-3 DOWN
173-3 DOWN
183-2 DOWN
192-4 UP
202-4 UP
212-4 UP
222-4 DOWN
232-4 DOWN
242-4EVEN
252-4 DOWN
262-3-1 UP
272-4 DOWN
281-4 UP
291-5 DOWN
301-5EVEN
310-6 DOWN
320-5EVEN

Der beeindruckendste Aufsteiger

Denver Broncos

Hut ab vor den Broncos und wie sie – mit klaren Limits am Roster – fighten und Spiele eng und nunmehr siegreich gestalten. Ich denke, wenn man wie Denver in einer Season 0-4 zum Start geht, ist’s eine Charakterfrage, was danach kommt: Lässt man sich komplett fallen und gehen oder stimmt der Zusammenhalt in der Truppe?

Head Coach Vic Fangio hat sein Team jedenfalls auf Kurs gebracht mit zwei Siegen in Serie. Vor allem der Heimerfolg gegen die Titans (16:0) war auf der defensiven Seite des Balles beeindruckend. Titans-QB Mariota wurde sogar gebencht, weil er gegen die Secondary überhaupt nicht ankam.

Die Broncos werden wohl 2019 kein Playoff-Team sein, zu schwach ist dafür die von QB Joe Flacco geführte Offense. Und daran hat Flacco selbst auch seinen Anteil, der wahrlich kein herausragender Passgeber in dieser Liga (mehr) ist. Auch die schwere Verletzung von Star-Pass-Rusher Bradley Chubb tat dem Team logischerweise nicht gut. Erfolge wie gegen Tennessee sind Denver jedoch umso mehr zu gönnen – Charakter und Einsatz imponieren mir einfach.

Der markante Absacker

Dallas Cowboys

Stehe ich zu meinem Super-Bowl-Tipp für Super Bowl 54 im Februar? Absolut. Wirkt mein NFC-Tipp aktuell in Danger? Ja, auch absolut.

Die Cowboys haben bei den Jets die dritte Pleite in Folge kassiert und wirkten vor allem in Hälfte eins, als sie sich einen Riesenrückstand einhandelten, wie ein richtig schwaches Team. Klar, man verlor früh Wide Receiver Amari Cooper verletzungsbedingt und steigerte sich später. Alles in allem war es aber zu wenig. Einem Team mit einem solchen Roster, wie ihn Dallas hat, sollten solche Ausrutscher bei Kellerkindern nicht passieren.

Einziges Glück für Dallas: Die Cowboys haben zwar eine kleine Head-Coach-Diskussion rund um Jason Garrett am Köcheln, führen aber immer noch die Division an. Und mehr Konkurrenz als die Eagles wird ihnen in der NFC East auch nicht drohen. Die Eagles sind aktuell ähnlich unaufgeräumt wie Dallas und stehen ebenfalls nur bei 3-3.

Steelers-Ranking argumentiert

Rang 21, fünf Plätze gewonnen

Die Steelers haben in Week 6 mit einem überraschenden bis sensationellen Auswärtssieg in Los Angeles auf sich aufmerksam gemacht – und daher den Aufstieg im Ranking Richtung Top 20 verdient.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich aber, wie enttäuscht ich in dieser Saison von den Chargers bin. Ein Team mit solchen Spielern: Rivers, Bosa, Gordon, Allen, Henry, Ingram und so weiter – und dann ein blutleerer Auftritt gegen ein Team, das den dritten Quarterback startet? Unerklärlich. Habe ich so nicht kommen gesehen.

Sei’s wie es sei: Den Steelers hat eine recht disziplinierte und runde Leistung gereicht, um den Record auf 2-4 zu schrauben und damit in Mitten eines Pulks mit circa sechs, sieben anderen Teams zu landen, die allesamt eine ähnliche Schlagkraft haben und je nach Geschmack auch beliebig verschiebbar sind.


Drei aktuelle Gedanken zur NFL säuberlich geordnet:

 

  • Die Seahawks haben 2019 bei vier ihrer fünf Siege sehr knapp gewonnen; Spiele, die allesamt auch für den Gegner hätten ausgehen können. Ich bin daher nicht sonderlich überzeugt von der Overall Readiness dieses Rosters für einen signifikanten Playoff-Run.
    ABER: Russell Wilson spielt eine unglaubliche Season. Er – und nur er! – ist der Garant und Grund dafür, dass Seattle bei 5-1 steht. Wilson steht für die Season bei 14 Touchdowns, null Interceptions, einem Quarterback-Rating von fast 125 und hat viele hinter sich, die ihn als MVP-Frontrunner sehen. Seattle wird seine Niederlagen kassieren, wenn dann richtig starke Gegner auftauchen. Aber auf der Quarterback-Position sind die Hawks exzellent aufgestellt.

  • Teilerfolg für Le’Veon Bell mit den Jets. Den New Yorkern und ihm gelang ein Heim-Upset gegen die Cowboys – ein Erfolg, der zumindest Selbstvertrauen bringt, wenn auch die Playoffs weit, weit weg sind. Bell selbst trug einen Rush Touchdown zum Sieg bei, ist sonst aber noch nicht in New York angekommen als überzeugender Performer. 3.0 Yards per Rush im Schnitt auf die Season gerechnet und nur zwei Touchdowns sind Enttäuschungen. Bell kann das Team nicht auf seine Schultern nehmen und anführen. Ich würde mich zu dem Schluss hinreißen lassen, den ich schon 2018 vertrat, als James Conner bei den Steelers Bell ersetzte, als dieser streikte: Bell ist kein herausragendes Talent als Rusher. Er ist ein sehr guter Receiver aus dem Backfield heraus, profitierte in Pittsburgh aber von einer überzeugenden O-Line vor ihm. Seine guten Yard-Zahlen kamen bei den Steelers primär von seinen vielen Carries. Und nicht davon, dass er jemals konstant über 5 Yards per Rush irgendwo erlaufen hätte.

  • Und: Ich habe es oben schon angerissen und führe es hier nochmals ein bisschen aus: Es ist unglaublich, welche Leistungsschwankungen die Eagles regelmäßig drinnen haben. Da gewinnen sie ein spektakuläres Game in Lambeau gegen die Packers, ganz Amerika staunt. Und sie verlieren unmittelbar darauf chancenlos bei den Vikings, weil sie sich einen Monsterrückstand einhandeln und Stefon Diggs über 150 Yards und drei Touchdowns zugestehen. Zugegeben: Natürlich darf man in Minnesota verlieren. Aber doch nicht mit einem Blowout-Loss, wenn man vorgibt, selbst Contender sein zu wollen! Kriegt Eagles-HC Doug Pederson nicht mehr Konstanz bei Philadelphia hinein, wird das Team wieder Richtung 9-7 wanken und bis Ende Dezember um die Playoffs zittern.

Warum wartet niemand auf die Steelers?
Weil sie Bye Week haben.

Auf die Steelers warten als Nächstes die Dolphins. Allerdings erst am Sonntag in einer Woche. Nun liegt das Hauptaugenmerk des Teams von Mike Tomlin darauf, möglichst gesund und fit zu werden in der spielfreien Zeit.

Dass die Steelers DE Stephon Tuitt in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung haben werden, schmerzt. Allerdings ist QB Mason Rudolph aus dem Concussion Protocol heraußen und wird gegen Miami starten können – eine positive Nachricht.

Die Steelers müssen jetzt – Coach Tomlin sprach es in seiner Pressekonferenz an – Wege finden, Siege aneinander zu reihen. Und sie müssen kreativ und innovativ in ihren Zugängen und Ideen sein, weil der Roster nach all den schweren Verletzungen an einigen Stellen nur noch wenig hergibt und/oder die Depth sehr dünn ist.

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