Power-Ranking und Ausblick auf Week 11

Power-Ranking und Ausblick auf Week 11
Copyright Sandro Schuh

Das Playoff-Picture nimmt nach Week 10 schon ein bisschen mehr Konturen an als etwa im September oder Oktober. Contender setzen sich oben fest, das eine oder andere Überraschungsteam krabbelt zudem auch im Ranking empor.

Neue Nummer 1 gibt es keine, da die Niners die Partie gegen Seattle nur knapp und unglücklich verloren und mich ihre Leistungen davor überzeugt haben. Dafür wird in der zweiten Woche in Serie die rote Laterne am Ende weitergereicht.

(Weiterlesen bitte unter der Grafik)

18-1EVEN
27-2 UP
3
8-1EVEN
47-2 DOWN
58-2 UP
67-3 UP
78-2 UP
86-4 DOWN
95-4 DOWN
106-3EVEN
115-4 UP
125-4 UP
135-4 UP
145-4 DOWN
155-4 UP
165-5 UP
176-3 DOWN
185-4 DOWN
194-6 DOWN
204-5 UP
213-5-1 DOWN
224-5EVEN
233-6 UP
243-6 UP
253-6EVEN
263-6-1 DOWN
272-7 UP
282-7 UP
292-7 UP
302-8 DOWN
311-8 DOWN
320-9 DOWN

Der beeindruckendste Aufsteiger

Seattle Seahawks

Signature Win für die Seahawks, die San Francisco die erste Saisonniederlage beigebracht haben. Klar, Seattle hat kurz davor gegen Baltimore kein Land gesehen und für seinen guten Record auch das eine oder andere Spiel richtig knapp gewonnen. Aber bei den Niners so zu gewinnen – das musst du erst einmal schaffen.

Und es war diesmal gar nicht so oder gar nicht allein QB Russell Wilson, der den Sieg erzwungen hat. Die Defense war on Point, glänzte mit mehreren Takeaways. Und vor allem mit einem Jadeveon Clowney in Überform. Spielt Seattle konstant auf dem Niveau wie im Levi‘s Stadium, wird die Truppe von Head Coach Pete Carroll in den NFC-Playoffs definitiv mitmischen.

Der markante Absacker

Los Angeles Rams

Ich habe vor dem Duell am Heinz Field zuletzt geschrieben, dass im Game Steelers-Rams beide den Sieg für ihre Playoff-Hoffnungen sehr brauchen. Während des Spiels hatte man das Gefühl, dass Pittsburgh ihn einfach mehr will und auch besser in Schuss ist.

L.A. ist durch einen von Pittsburgh selbstverschuldeten Score zwar früh in Führung gegangen und spielte auch über 60 Minuten gute Defense. Alarmierend ist, wie zahnlos die Rams-Offense agierte, die in den letzten zwei Jahren noch mit das Maß der Dinge in der NFL war. Los Angeles hat in der momentanen Konstellation nur noch mäßige Chancen auf eine Wildcard in der NFC.

Steelers-Ranking argumentiert

Rang 13, vier  Plätze gewonnen

Vielleicht ist’s ein bisschen hoch, aber die Steelers kommen diese Woche auf Platz 13 zu liegen. Illegitim ist es für mich aber schon deswegen nicht, weil die Steelers aktuell auf einem Playoff-Ticket sitzen – und ja bekanntlich nur 12 Teams überhaupt an den NFL-Playoffs teilnehmen dürfen jedes Jahr.

Die Steelers haben aus der AFC die Colts, Bills, Raiders und Titans quasi direkt hinter sich im Ranking, mit denen sie möglicherweise bis zum Ende um die Postseason-Teilnahme rittern könnten. Momentan hat Pittsburgh die Innenbahn in diesem engen Rennen.


Zwei aktuelle Gedanken zur NFL säuberlich geordnet:

  • Die Chiefs müssen in gewisser Weise aufpassen – aber irgendwie auch nicht. Sie haben am Wochenende schon ihre vierte Pleite kassiert und entrücken einer möglichen Bye in der AFC damit immer weiter.

    Aber ich gehe unumwunden davon aus, dass die Chiefs die AFC West trotzdem gewinnen werden. Weil die Broncos und Chargers nämlich schon abgeschlagen sind und ich die Raiders nicht für stark genug für die Playoffs halte – auch per Wildcard nicht. Eigentlich – und ich könnte mich täuschen, weil ich die Ravens unterschätze – ist Kansas City für mich in der AFC trotz seiner mäßigen Defense der größte Patriots-Herausforderer, wenn’s um den Super-Bowl-Einzug geht.

  • Die Titans stehen nach einem Big Win gegen die oben angesprochenen Chiefs bei 5-5. Wo wird die Reise hingehen für die talentierte Truppe von HC Mike Vrabel, der für seinen Quarterback-Switch auf Ryan Tannehill aktuell durchaus bestätigt wird? Ich würde mich fast wetten trauen, dass Tennessee am Ende bei 8-8 zu liegen kommt – oder maximal bei 9-7.

    Das Konstante an diesem Team ist nämlich seine Inkonstanz: Blowout-Win bei den Browns, chancenlos bei den Jaguars, ohne einen Punkt untergegangen in Denver, High-Scoring-Win gegen die Chiefs und Mahomes. Ich werde nicht so recht schlau aus den Titans, bin von ihrer Fähigkeit zu überraschen aber durchaus angetan.


Wer wartet in Week 11 auf die Steelers?
Und wie stark sind die?

Auswärts gegen Cleveland Browns

Today is the day – heute Nacht gastieren die Steelers bei den Cleveland Browns und fechten einen saftigen AFC-North-Clash aus.

Ich hatte dieses Spiel schon vor der Saison – natürlich von anderen Grundvoraussetzungen (mit QB Roethlisberger nämlich) ausgehend – am Schirm. Nun ist es wirklich so gekommen, dass es ein Schlüsselspiel für beide sein könnte.

Das Browns-Lager redet sich ein, in der AFC nochmals angreifen zu können, so man die Steelers schlägt und auf 4-6 hüpft. Die Steelers sind nach einem 0-3-Kaltstart zurückgekommen und haben ihrerseits gerade eine Wildcard inne – wenn auch sehr knapp.

Ich gehe in dem Spiel nicht davon aus, dass Baker Mayfield die Klasse und vor allem die Form mitbringt, um die Steelers mit seinem Spiel zu besiegen. Er wird massiv aufs Run Game zurückgreifen müssen, um erfolgreich sein zu können. Und das ist auch der springende Punkt für Pittsburgh. Schafft es die red hot Defense, die Running Backs Kareem Hunt und Nick Chubb unter Kontrolle zu halten, hat Black and Gold überdurchschnittlich gute Siegchancen.

Dieser Aspekt ist für mich auch deswegen Key, weil ich nicht glaube, dass Mason Rudolph sehr viel gegen eine nominell sehr gut besetzte Cleveland-Defense ausrichten wird. Er bekommt RB James Conner zurück an seine Seite gestellt, was ihm hoffentlich hilft. Aber die Browns haben Blut geleckt nach ihrem Heimsieg gegen die Bills, spielen zuhause vor Fans, die die Steelers hassen – und sie haben sich dieses Duell sicher rot im Kalender angestrichen.

Es könnte eine wirkliche Schlacht werden heute Nacht, gutes Gefühl hab ich keines. Ich tippe auf ein 19:10 für Cleveland.

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