Power-Ranking und Ausblick auf Week 10

Power-Ranking und Ausblick auf Week 10
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There is a new Sheriff in Town! Die Nummer 1 im Ranking (Patriots) hat ihre Position nach einer saftigen Pleite geräumt. Auch auf Nummer 32 gibt es erstmals eine Veränderung – Miami fuhr den ersten Win ein und verließ die letzte Position. Ebenso arbeiten sich die Steelers im Mittelfeld stückchenweise nach oben.

(Weiterlesen unter der Grafik)

18-0 UP
27-1 UP
3
8-1 DOWN
46-3 UP
56-2 UP
67-2 DOWN
76-3 DOWN
85-3 UP
97-2 UP
106-3 UP
115-3EVEN
125-3EVEN
135-3 DOWN
145-4EVEN
156-2EVEN
164-4 UP
174-4 UP
184-5 UP
193-4-1 DOWN
204-5 DOWN
213-5-1 UP
224-5 DOWN
233-5 DOWN
243-6 UP
252-6EVEN
262-6 DOWN
272-7 DOWN
281-8EVEN
291-7EVEN
301-7 UP
310-8EVEN
321-7 DOWN

Der beeindruckendste Aufsteiger

San Francisco 49ers

Es ist zwar nur ein Sprung um einen Platz nach oben – aber was heißt da “nur”! Die Niners haben eine letztlich doch knappe Partie in Arizona nachhause gespielt, sind am Donnerstag ungeschlagen geblieben und thronen nun ganz oben. Kein anderes Team steht sonst noch mit blütenweißer Weste da.

Vor der Season sicher noch von faktisch allen für hochgradig unwahrscheinlich erachtet, sind die Niners bei ihrer Zwischenbilanz schon jetzt fast sicher in den Playoffs – und mit der jetzigen Form auch Super-Bowl-Contender. Da sieht man mal, wo innovatives Playcalling, gute Lines on Offense und Defense, überzeugendes Laufspiel und ein hungriger, fähiger Jung-Quarterback einen hinbringen können. Hut ab.

Der markante Absacker

New York Jets

Ganz ehrlich: Ich hab am Beginn dieser Woche auf Vollzug gewartet, dass die Jets-Owner Head Coach Adam Gase kündigen und nach dem desaströsen Auftritt gegen Miami den nächsten Neuanfang und Neuaufbau einleiten. Ob das sinnvoll wäre/gewesen wäre – keine Ahnung. Die Jets wirken seit den Rex-Ryan-Days rund um 2010 wie eine Franchise im Argen, die nicht mal in der Nähe von Winning Seasons ist.

Gerade vor der 2019-Campaign hatten viele Fans von “Gang Green” etwas mehr Hoffnung auf Erfolg als zuletzt, wurde doch mit RB Le’Veon Bell ein Superstar verpflichtet und baute man darauf, dass QB Sam Darnold die notwendigen Schritte in seiner Entwicklung gehen würde. Fakt ist: Beide spielen gar nicht gut und aktuell gibt es kein schwächeres Team in dieser Liga als die völlig dysfunktionalen Jets.

Steelers-Ranking argumentiert

Rang 17, vier Plätze gewonnen

Die Steelers haben mit den Colts erstmals in dieser Season ein Top-10-Team geschlagen und arbeiten sich stetig empor (bei nun drei Siegen am Stück).

Freimütig kann man zugeben, dass gegen Indianapolis eine Portion Glück und der Umstand, dass die Colts früh QB Brissett verloren, geholfen haben. Dennoch muss man Chancen auch ergreifen – und das haben die Steelers trotz nicht perfektem Spiel gemacht.

Sollten die Steelers am Wochenende das dritte Heimspiel in Serie auch siegreich gestalten, sehe ich die vor ihnen platzierten Bills, Eagles oder Colts durchaus in Griffweite.


Zwei aktuelle Gedanken zur NFL säuberlich geordnet:

  • 2018, also im vorletzten Draft, sind vier Quarterbacks in den Top 10 gezogen worden – und es ist schockierend zu sehen, wie schwach sich die vier (fast durch die Bank) aktuell und bisher in ihren Karrieren präsentieren. Die Browns zogen Baker Mayfield auf 1, die Jets Sam Darnold auf 3, die Bills Josh Allen auf 7 und die Cardinals Josh Rosen auf 10. Baker Mayfield war als Rookie stark, ist 2019 aber mit weit mehr Interceptions als Touchdown-Pässen das traurige Gesicht des Browns-Hangovers. Sam Darnold kann einer grausamen Jets-Mannschaft keine Impulse geben, Josh Allen ist maximal ein Game-Manager, der von seiner Defense profitiert. Er wird aber wohl niemals gegen irgendwen ein Shootout gewinnen. Und Josh Rosen ist der Backup der 1-7-Miami-Dolphins. Ich traue von den vieren nur Mayfield zu, irgendwann Franchise-Passer zu werden.

  • In deren Bye Week habe ich über die Saints nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass 2019/20 – genau zehn Jahre nach ihrem bislang einzigen Super-Bowl-Triumph – wieder die Stunde New Orleans’ schlagen könnte. Warum? Drew Brees wirkt nach seiner Fingerverletzung wie der Alte; die Spiele, die er gerastet hat, könnten ihm noch gut tun, da er weniger Belastung hatte. Auch Alvin Kamara hat verletzt einiges an Zeit eingebüßt, was auch ihm zum Vorteil gereichen könnte, weil er im Jänner vielleicht frischer sein wird als andere. WR Michael Thomas hat sich als Star in dieser Liga etabliert, Head Coach Sean Payton ist ein (offensives) Mastermind an der Linie. Und die Defense 2019 ist stärker als jene 2009 (die sich primär über eine Fülle von Interceptions definierte), weil sie den Passer rushen, aber auch Covage spielen und Führungen verwalten kann.

Wer wartet in Week 10 auf die Steelers?
Und wie stark sind die?

Zuhause versus Los Angeles Rams

Es sind wohl die Wochen der Wahrheit, welche für die Steelers gegen die Rams nun anbrechen. Mike Tomlin hat sein Team zurück auf .500 geführt, die Steel City schielt wieder Richtung Playoff-Einzug (obwohl die Ravens in der AFC North leider ein bisschen enteilt sind).

Nach dem Rams-Spiel haben die Steelers drei Division-Duelle in Serie auszufechten. Da wäre es schön, könnte man in diese heiße Phase mit einem positiven Record und Rückenwind hineingehen.

Mit den L.A. Rams kommt aber zweifelsohne ein gefährliches und starkes Team aufs Heinz Field. Los Angeles steht 5-3 – ein Record, der eigentlich okay ist, das Team von HC Sean McVay in der NFC West aber schon unter Druck bringt, liegt man doch hinter Seattle und den perfekten Niners. Kurz interpretiert: Die Rams brauchen für ihre Playoff-Chancen den Sieg am Sonntag ebenso dringend wie die Steelers ihn für ihre brauchen.

Von der individuellen Komponente her gesehen warten auf die Steelers-Offense unter anderem zwar DL Aaron Donald (einer der Besten seines Faches in der Liga) oder Corner Jalen Ramsey (für den die Rams viel Draftkapital an die Jaguars via Trade abgegeben haben) – aber sonst eigentlich viele durchschnittliche Spieler.

Der Pass Rush von Los Angeles ist gut, aber die Steelers könnten vor allem mit den Tight Ends und Running Backs über die Mitte gegen die Rams-Linebacker Erfolg haben (weil diese nicht sonderlich prominent und gut sind). Ein Ansatz, der Mason Rudolph gefallen müsste. Auch der zweite Corner-Spot bei L.A. ist schlechter besetzt als etwa bei den Steelers und könnte für WR Diontae Johnson oder WR James Washington verlockende Matchups bringen.

Offensiv steht den Rams Star-WR Brandin Cooks wegen einer Gehirnerschütterung weiterhin nicht zur Verfügung. Dennoch haben die Gäste mit WR Cooper Kupp, WR Robert Woods und Receiving-TE Gerald Everett aber einiges aufzubieten. Auch Running-Back Todd Gurleys Pfeilchen zeigt bei der Form nach oben, wiewohl er noch nicht mal in der Nähe seiner Leistungen aus den Jahren 2017 oder 2018 ist.

Es wird eine harte Nuss für Steelers am Wochenende, aber mein Gefühl ist nicht allzu schlecht. Der Ausfall von Cooks sollte helfen, Rams-Quarterback Jared Goff spielt zudem in dieser Season bei weitem nicht so konstant gut wie etwa 2017, in der Super-Bowl-Saison des Teams. Mit etwas Glück (und einem RB James Conner, der hoffentlich fit wird) gewinnen die Steelers spät durch ein Boswell-Field-Goal und stellen auf 5-4.

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