Mein Gefühl nach dem Bengals-Game ist endlich gut

Mein Gefühl nach dem Bengals-Game ist endlich gut
Copyright Brook-Ward

Unter schlechten Vorzeichen mussten die Steelers die Woche vor ihrem Heimsieg gegen Cincinnati durchstehen. Die Art und Weise, wie sie trotzdem einen 36:10-Erfolg locker ins Ziel geschaukelt haben, stimmt mich aber sehr positiv.

QB Ben Roethlisberger musste aus sicherheitstechnischen Gründen und auf der COVID-Liste stehend die Vorbereitung fernab vom Team verbringen, durfte aber samstags zurückkehren und lieferte eine feine Leistung ab.

Was mich sonst noch positiv in Richtung weitere Saison blicken lässt, hier in einer Auflistung:

X Die Steelers sind fast immer für Turnover gut. Credit diesmal an OLB Ola Adeniyi im Special Team und CB Cam Sutton, die früh Fumble freischlugen und damit das Game in eine vorentschiedene Richtung drehten.

X WR JuJu Smith-Schuster konnte den zweiten Steelers-TD gegen die Bengals verbuchen, kommt mir aber trotzdem ein bisschen underutilized vor im Moment, was sicher an der Fülle der guten/passablen Passempfängern bei Pittsburgh liegt. Wenn Big Ben jedoch ein Play von Smith-Schuster braucht, liefert dieser fast immer (und regelmäßiger als Diontae Johnson und Chase Claypool mit ihren Drops) auch ab. Es wird spannend, ob sich die Steelers einen neuen, klar besser dotierten Vertrag für JuJu werden leisten können nach dieser Spielzeit.

X Punter Jordan Berry überzeugt seit seiner Rückkehr zu den Steelers. Gegen Cincy hatte er beispielsweise einen 58-Yard-Punt im Repertoire, der keinen Return zuließ. Bitte weiter so, Berry wirkt wie eine andere Version seines 2019er-Selbsts.

X OLB TJ Watt offenbarte mit einem für die Bengals teuren Sack, der sie vor der Pause aus der Field-Goal-Reichweite herausboxte, einmal mehr seinen Wert für die Steelers. Ich warte auf Vollzug, dass man ihn mit einem neuen (Rekord-)Vertrag langfristig an die Franchise bindet. Jeder weiß, dass das zu geschehen hat.

X WR Ray-Ray McCloud hatte gegen Cincinnati wieder feine Returns und gute Gains dabei. Einmal wurde er erst vom letzten Tackler gestoppt, der Drive endete dann aber ohnehin mit einem TD. Ein Score für McCloud sollte bei dem, was er bisher abgeliefert hat, eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein.

X Und der letzte positive Punkt: Das Pass Blocking der O-Line war sehr gut, Roethlisberger durfte meist clean in der Pocket stehen und seine Pässe verteilen. Die Offense läuft momentan klar durch den Steelers-QB, der Ansatz, mit vielen kurzen Pässen und Yards after the Catch den Gegner mürbe zu machen, geht auf. ABER:

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X Und nun kommen wir zu einer augenscheinlich negativen Entwicklung, die erwähnt und von den Steelers prioritär behoben gehört: Das Laufspiel (über James Conner und eigentlich alle Backs hinter ihm) ist unproduktiv und erschreckend schwach im Moment.

Ja, Ben Roethlisberger war im Stande, diese Schwäche zu überspielen und trotzdem Siege einzufahren. Aber die Korrelation zwischen einer O-Line, die keine Holes fürs Rushing Game offenhalten kann, sondern sich zurückdrängen lässt, und einem James Conner, der verunsichert wirkt und zu viel quer hinter der Line of Scrimmage herumläuft, ist bedenklich.

Gedanken zu Week 11

Die nächste Aufgabe für Black and Gold ist ein Trip nach Florida für ein Auswärtsspiel bei den Jacksonville Jaguars. Die Jags sind klar im Umbruch, haben erst einen Sieg in der Tasche für 2020 und starten mutmaßlich einen äußerst unerfahrenen Mann auf der QB-Position (Jake Luton).

Allerdings hätten sie am Sonntag beinahe bei den Packers gewonnen und haben sich da richtig gut präsentiert. Es wird einer konzentrierten Leistung bedürfen, um das Spiel nicht zum Trap-Game werden zu lassen. Ich traue den Steelers das richtige Gefühl für die Aufgabe aber zu:

27-19 Steelers

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