Final-Roster der Steelers: meine Einschätzungen

Final-Roster der Steelers: meine Einschätzungen
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Am Montag treffen die Steelers zur besten TV-Sendezeit in Amerika auf die Giants und eröffnen ihre Season 2020. Der Kader, der in New York für Pittsburgh antreten wird, wurde jetzt festgezurrt.

Die eine oder andere Veränderung, sollte noch ein Spieler vom Waiver Wire dazu geholt und dafür jemand entlassen werden oder eine Verletzung auftreten bei einem der ausgewählten 53, ist nie auszuschließen.

Aber gehen wir mal davon aus, dass die Planungen abgeschlossen sind und beleuchten wir einige interessante Aspekte den Final Roster betreffend:

  • First things first: Gratulation an den Leader der Steelers-Defense, DE Cam Heyward, zu seiner Vertragsverlängerung. Heyward unterschrieb für vier weitere Jahre bis inklusive 2024 (für kolportiert gut 70 Millionen Dollar) und wird stolze 35 Jahre alt sein, sollte er den Vertrag in der Form erfüllen. Ein sehr fortgeschrittenes Alter für einen Starter in der NFL (der nicht Quarterback oder Kicker ist) – aber dass wir uns nicht missverstehen: Heyward hat das verdient. Mit ihm ist noch Jahre zu rechnen. Weil er charakterlich herausragend und einfach ein zu wichtiger Football-Spieler für die Pittsburgh Steelers ist.

  • Die Steelers haben sich entschieden, mit nur fünf Receivern in die Season zu gehen. WR Ryan Switzer, der im Camp immer so ein bisschen als Ben Roethlisberger Buddy galt, hat es nicht geschafft. Dass nur fünf Wideouts am Roster sind, beunruhigt mich aber nicht weiter. Ich deute es als Zeichen, dass die Steelers Vertrauen in die Receiving Abilities ihrer Tights Ends Eric Ebron und Vance McDonald haben. Statt Switzer hat es etwa Ray-Ray McCloud geschafft, nicht gestrichen zu werden. Durchaus bemerkenswert, weil McCloud erst im Laufe des Camps zu den Steelers gestoßen ist.

  • DT/NT Daniel McCullers hat es, was viele Steelers-Fans lange gefordert haben, nicht mehr auf den 53-Mann-Roster geschafft. „Big Dan“ ist jedoch noch am Practice Squad von Black and Gold zu finden, seine Zeit in der Franchise muss noch nicht zwingend vorüber sein. In den letzten Jahren – und das scheinen auch Mike Tomlin und Co. ein bisschen eingestanden zu haben – war McCullers am Feld einfach zu ineffektiv und träge für seine physischen Voraussetzungen.

  • Punter Jordan Berry, ebenfalls schwer angezählt bei Steelers-Fans (und das seit langem), hat es auf den Final Roster geschafft. Vorerst – das muss man bei ihm schon dazuschreiben. Die Steelers haben nämlich mit Corliss Waitman einen weiteren Punter am Practice Squad belassen, um ihn jederzeit hochziehen zu können, sollte Berry auslassen. Und es mehren sich auch die Gerüchte, dass man Ex-Chief Dustin Colquitt zu einem Probetraining nach Pittsburgh gebeten hat.

    UPDATE: Noch am selben Abend haben die Steelers Colquitt verpflichtet und Jordan Berry entlassen.

  • Corner James Pierre ist für mich zugegebenermaßen ein komplett unbeschriebenes Blatt. Aber der junge Mann hat es überraschend auf den Final Roster als Defensive Back geschafft. Pierre wird in einer starken Corner-Group lernen und gedeihen dürfen, von 2019-Draftpick Justin Layne hingegen wollen die Steelers 2020 Leistung sehen, nachdem er ein Jahr beobachten durfte.

  • Pittsburgh geht mit nur acht Linebackern in die Season, was schon auffällig wenig ist. Gut, einer von vier Linebackern in einer 3-4-Defense ist eigentlich nicht mehr immer als Starter zu werten, weil inzwischen einfach zu oft in Nickel- oder Dime-Formationen gespielt wird. Aber dennoch: Sollten ein Starter mal einige Spiele passen müssen, haben die Steelers dahinter (Gilbert, Spillane, Highsmith, Adeniyi) viel unproven No-Name-Talent. Einen Roster-Move auf LB, sollte der „richtige“ Free-Agent-Name noch um kleines Geld zu haben sein, schließe ich nicht aus.

  • Mit QB Josh Dobbs und S Sean Davis haben die Steelers zwei alte Bekannte zurückgeholt, nachdem diese von den Jaguars bzw. von Washington entlassen wurden. Dobbs ersetzt QB Devlin Hodges am Steelers-Roster, für den die Reise in der NFL vorerst zu Ende gegangen sein dürfte.

  • Und: You won’t believe it: RB Jaylen Samuels hat’s auf den Final Roster geschafft. RB Kerrith Whyte wurde hingegen entlassen und ist jetzt ein Free Agent.
    Ich muss nicht alles verstehen …
    Natürlich ist mir bewusst, dass auch Komponenten wie Blocking-Fähigkeiten, Receiving Skills, Wissen ums Playbook etc. mitspielen, wenn man sich für einen Running Back entscheidet und einen anderen rausschmeißt. Aber Samuels schaut am Feld einfach nicht wie ein Talent aus, das in der NFL spielen sollte.

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