Das Corona-Jahr zum Abhaken? Die Vorzeichen für die Steelers

Das Corona-Jahr zum Abhaken? Die Vorzeichen für die Steelers
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Vor einigen wenigen Wochen war bei mir irgendwann der Punkt da, an dem ich entschieden habe, die Servergebühr einzuzahlen, mir die Domain weiterhin zu sichern und diesen Blog weiter zu betreiben; politische Vereinnahmung des Sports American Football mal außen vor gelassen.

Grundsätzlich wichtig ist mir (die Erfahrungswerte aus Blog-Saison 1 helfen da mit Sicherheit), dass ich A) flexibel bleibe in dem, was und wann ich poste und B) dass ich mich mehr aufs Schreiben und Analysieren und weniger auf zeitraubende Nebengeräusche wie Bildersuche und Power Rankings konzentrieren will.

Ich werde mich folglich dessen also nicht festlegen, welche Features es in welcher Regelmäßigkeit geben soll. Die Steelers wollen aber auch in dieser Saison begleiten werden: Also auf geht die wilde Fahrt.

Ein Stück Gewohnheit hält Einzug

Die NFL-Trainingcamps starten dieser Tage. Und das unter ziemlich krass anderen Vorzeichen als sonst. Sämtliche Teams mussten coronabedingt auf Fixpunkte wie Rookie Minicamps oder größere gemeinsame Offseason-Programme bzw. -Workouts verzichten.

Auch die Preseason, hier fanden Liga und Spielergewerkschaft Einvernehmen, wird komplett gestrichen. Game 1 wird für alle Teams gleich der Regular-Season-Opener sein.

Nicht verhehlen kann ich, dass ich die letzten Seasons um diese Zeit des Jahres schon mehr im Thema drinnen war als dieses Jahr, Corona und anderes haben den Fokus doch verrutschen lassen. Allerdings geben mir die entfallenden Preseason-Matches, die ich diesmal nicht covern muss, Gelegenheit, mich einzugrooven und Richtung Regular Season dann hoffentlich einstimmende Vorschauen liefern zu können.

Gerade der Beginn des Trainingcamps hat bei mir oft einen Schalter umgelegt und die „heiße Phase“ eingeläutet. „Football ist nicht mehr weit weg!“, galt im Hinterkopf irgendwie.

Steelers-Camp einmal anders

Der Gang nach Latrobe war für die Steelers wie auch für ihre Fangemeinde immer was Sakrales. Heuer fällt man um diese Tradition leider Gottes um, da die NFL (und das ist wohl eine sinnvolle Maßnahme) darauf bestanden hat, Trainingcamps 2020 nur am eigenen Teamgelände und nicht anderswo abzuhalten.

Leid tun mir bei den Vorzeichen dieser Corona-Season 2020 spätergedraftete Spieler, Undrafted Free Agents und Spieler mit wenig bis keinem Renommee, die um diese Zeit des Jahres freilich auch auf jedem Roster zu finden sind. Hatten sie früher über die Preseason-Matches massiv die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, so fällt diese Bühne diesmal gänzlich weg.

Nicht wenige, mich eingeschlossen, gehen davon aus, dass viele Franchises im Kern auf ihre „Besetzung“ aus 2019 setzen werden und nur höhere Draftpicks zügig werden einbauen wollen und können. Die in großen Teilen nicht nutzbare Offseason brachte es mit sich, dass für Neuankömmlinge wichtige Zeit zum Einfügen und Lernen im neuen Umfeld NFL weggebrochen ist.

Spärlich gefüllte Arenen als Wertmutstropfen

Mit keinem statt vier oder fünf (bei Steelers und Cowboys fällt ja auch das Hall of Fame Game weg) Preseason-Matches und einem Wiederanlaufen des Betriebes, in dem Corona-Tests zur Gewohnheit gehören werden, glaube ich umgehen zu können.

Schmerzen wird es, so mutmaße ich, für viele NFL-Fans, wenn am 1. (Sonntags-)Spieltag der Regular Season – sonst ein Feiertag für alle Freunde dieses Sports – kaum Anhänger in den Stadien sein dürfen.

Ich werde, weil ich unpolitisch bleiben will, an der Stelle das heiße Eisen, zu hinterfragen, welche Corona-Maßnahmen denn gut und richtig sind, nicht angreifen. Aber auf einer Gefühlsebene sei mir gestattet, dass ich zumindest den einen oder anderen Spieltag Zeit brauchen werde, um mich auf ein leiseres, leereres Heinz Field einzustellen.

Auch das SoFi Stadium in Los Angeles, ein gewaltiger, monumentaler Bau und neue Heimstätte der Rams und Chargers sowie das Allegiant Stadium der Raiders in Las Vegas sind davon bedroht, nicht annähernd die stimmungsvolle Eröffnung zu bekommen, die diesen neuen Stadien eigentlich gebühren würde.

Dennoch: Ich hoffe darauf, dass für die NFL-Community die veränderten Gegebenheiten nach vielleicht einigen Spieltagen nur noch semi-wichtig sein mögen und dass der Fokus voll am sportlichen Wettstreit und am Kampf um die Vince-Lombardi-Trophy liegen möge.

Dass ich auch hoffe, dass die Pittsburgh Steelers in den Kampf eingreifen können und im Glauben bin, dass Black and Gold dafür durchaus Mittel und Wege hat, damit werden sich weitere Artikel beschäftigen.

Schönen Sommer einstweilen!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Freue mich, wenns weiter geht (sowohl mit Football als auch mit dem Blog)! Ich schaue gern rein und lese die Analysen. Die Power-Rankings werden mir wahrschienlich wenig fehlen. Auf gehts!

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