Divisional Round: meine Tipps für die Playoffs Part 2

Divisional Round: meine Tipps für die Playoffs Part 2
Copyright Elvis Kennedy

Kommen wir zu den fehlenden beiden Divisional-Round-Games, die ich noch nicht getippt habe:

Houston Texans @ Kansas City Chiefs

Mit den Chiefs steigt der AFC-West-Champ ins Rennen mit ein und trifft zuhause auf die Houston Texans. Für mich ist dies jenes Game, für das ich am klarsten eine Tendenz beim Tippen verspüre. Houston hat mich in den Wildcards gegen Buffalo über weite Strecken nämlich nicht überzeugt. Die Bills waren bis in dritte Viertel hinein das klar bessere Team und haben die Partie mindestens genauso stark verloren, wie die Texans sie in Overtime dann gewonnen haben.

Die Texans sind für mich ein Team, das verdammt “top heavy” daherkommt. Will heißen, dass man auf einigen Positionen (QB Deshaun Watson, WR DeAndre Hopkins, DE JJ Watt) herausragendes Talent am Roster hat, das NFL-Elite-Klasse darstellt. Anderen Position-Groups fehlt aber die nötige Klasse (Linebacker, Safeties, Interior Offensive Line) bzw. ist auf manchen Positionen zu wenig Dichte vorhanden, etwa in der Defensive Line hinter Watt.

Vermutlich kann man auch den Chiefs Top-Heaviness nachsagen. Vor allem, weil sie mit QB Patrick Mahomes den MVP und für viele besten Spieler der Liga in ihren Reihen haben. Der Unterschied zu Houston ist für mich aber folgender: Nimmt man bei den Texans Hopkins und Watt aus dem Spiel (was Buffalo über 2/3 des Spiels gelungen ist vor einer knappen Woche), verliert Houston zumeist. Nimmt man bei den Chiefs Leute von WR Tyreek Hill, DT Chris Jones oder TE Travis Kelce aus dem Spiel, kommen trotzdem andere und machen Plays. Dann fängt eben mal WR Mecole Hardman oder WR Demarcus Robinson einen Touchdown oder FS Daniel Sorensen sorgt für eine INT. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Chiefs sind für mich on Offene und on Defense schwerer ausrechenbar, weil sie mehr Waffen haben als Houston.

Die Texans müssen mit dem Trip ins Arrowhead Stadium noch dazu in ein Stadion, wo der Lärm der Heimfans traditionell enorm ist – was sich bei einem guten Start der Chiefs noch steigern könnte. Houston wird wenig anderes übrigbleiben, als mit seiner bisher underperformenden Defense Mahomes massiv zu blitzen. Der MVP muss sich früh unwohl in der Pocket fühlen und von seinem üblichen Spiel abgehen, den Ball lange halten und dann für huge Plays passen zu können. Das ist für mich der einzige klare Schlüssel für einen Erfolg der Texans – und dafür bräuchte es sicher JJ Watt in Überform. Bekommt Mahomes Zeit, hat er zu viele Waffen und zu viel Können, als dass Watson und Co. die Pace mitgehen könnten. Das Laufspiel der Gäste ist außerdem nicht gut genug, um lange Drives konstant abzurufen. Werden die Chiefs nicht früh kalt erwischt, setzen sie sich durch.

Chiefs 33, Texans 19

 

Seattle Seahawks @ Green Bay Packers

Die Seahawks kommen mit einem Auswärtssieg aus Philadelphia ins Lambeau Field. Ein Erfolg, der allerdings relativ günstig zu haben war, weil Seattle-Defensive-End Jadeveon Clowney Eagles-Quarterback Carson Wentz schon im ersten Quarter mit einem eher schmutzigen Hit aus dem Spiel knockte – und Seattle in der Folge leichtes Spiel hatte. Von der Erwartung ausgehend, dass Packers-Starter Aaron Rodgers nicht Ähnliches blüht, wird die Aufgabe in Wisconsin eine schwerere für das Auswärtsteam darstellen.

Green Bay hat für meine Begriffe eine seltsame, aber überaus erfolgreiche Regular Season gespielt. Das Team war in wenigen Spielen klar besser und hat kaum jemanden vom Feld fegen können wie in alten Zeiten mit Jordy Nelson, Randall Cobb, Greg Jennings oder James Jones. Dennoch – und das ist  First-Year-Head-Coach Matt LaFleur hoch anzurechnen – haben die Packers verschiedenste Wege gefunden, um Spiele zu gewinnen für ihre starke 13-3-Bilanz am Ende.

Green Bay hat sich nicht mehr so abhängig von QB Aaron Rodgers präsentiert wie in einigen Mike-McCarthy-Jahren – und das hat der Franchise gutgetan. Als Go-to-Receiver Davante Adams längere Zeit ausfiel, ist RB Aaron Jones mit überzeugenden Auftritten in die Bresche gesprungen und man hat auf mehr Laufspiel umgesattelt. Wollte es offensiv mal gar nicht laufen am Beginn von Spielen, hat eben der Pass Rush mit OLB Preston Smith und OLB Za’Darius Smith für das eine oder andere Play gesorgt. Green Bay steht mit seiner Bilanz vielleicht einen Tick besser da, als das Team wirklich ist. Andererseits gewinnst du in dieser Liga nur so viele Spiele, wenn du wirklich was am Kasten hast – das ist nicht nur Glück.

Ich hätte damit gerechnet, dass sich die Packers in diesem Game den Saints gegenüber sehen werden, doch die haben in ihrem Spiel gegen Minnesota nicht den besten Tag erwischt. Nun also die Seahawks. Über Seattle habe ich letzte Woche schon geschrieben, wovon ich überzeugt bin: Wilson als Garant für Erfolg, coole Story mit der Lynch-Rückkehr, die nicht wichtig werden könnte. Sonst durchschnittliches Team. Aufgezeigt hat gegen Philadelphia aber Rookie DK Metcalf. Der Wide Receiver fing Pässe für 160 Yards und ist ein Versprechen für die Zukunft – oder auch schon für diese Playoffs. Mal schauen, was er zu leisten im Stande sein wird gegen Green-Bay-Corner, die gut, aber nicht furchterregend sind.

In diesem Spiel tippe ich auf den Upset. Seattle bringt die nötige Postseason-Erfahrung samt dem erfahrenen Head Coach Pete Carroll mit, um einen Weg zu finden, als Underdog ins NFC-Championship-Game einzuziehen.

Packers 23, Seahawks 24

photo credit: elviskennedy <a href=”http://www.flickr.com/photos/39734516@N00/22059423679″>Aaron Rodgers</a> via <a href=”http://photopin.com”>photopin</a> <a href=”https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/”>(license)</a>

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