Der transformierte Ben Roethlisberger

Der transformierte Ben Roethlisberger
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Unter Steelers-Fans waren Ungewissheit und Anspannung doch vorhanden, was den Belastbarkeitszustand von Ben Roethlisberger nach dessen Verletzung anbetraf.

Zwar beschwichtigten die Entscheidungsträger in Pittsburgh zu jedem Zeitpunkt, „man sei zufrieden, welche Fortschritte Ben mache“ – aber sehen will man einen Roethlisberger, der Trainingspässe im „NFL-Tempo“ wirft, dann doch mit eigenen Augen.

Augenscheinlicher Unterschied

Ich habe mich in den letzten Tagen dann durch einige Trainingsberichte gelesen und geklickt – und eine Sache war sofort augenscheinlich: Ben Roethlisberger wirkt optisch viel fitter und athletischer als in den Jahren der jüngeren Vergangenheit zuvor. Man kann es nur von außen schätzen, aber es würde mich nicht wundern, wären es 10 bis 12 Kilo weniger im Vergleich zum Saisonbeginn 2019.

Der Quarterback selbst meinte, er sei, was sein Match-Gewicht anbetrifft, „so leicht wie seit 14 Jahren nicht mehr“ (was dem Beginn seiner NFL-Karriere gleichkommt). In Interviews mit ihm war auch positiverweise zu vernehmen, dass Big Ben seinen Hunger und Drive auf weitere Lombardi-Trophy-Gewinne unterstrich und meinte, er habe noch so einiges vor in Pittsburgh.

Eine der (fraglos nicht wenigen) negativen Seiten, die Corona mit sich gebracht hat, ist leider, dass man wenig bis nichts an relevanten Trainingsinhalten via der medialen Berichterstattung zu Gesicht bekommt. Die Teams sind aufgrund der fehlenden Preseason-Games penibel darauf bedacht, Interna und eingeübte Spielzüge nicht nach außen dringen zu lassen.

Positive erste Eindrücke

Das hat zur Folge, dass ich Roethlisberger noch nicht hinter der Starting-O-Line und mit seinen Starting Receivern trainieren gesehen habe. Für Eindrücke muss man vorwiegend „Übungspässe“ aus der Aufwärmphase der Trainings deuten. Jedoch: Soweit mir das möglich ist, schaut bei diesen Würfen die Throwing Motion und Passhärte sehr gut aus bei Roethlisberger.

Um nicht falsch rüberzukommen: Bisher hat mich Roethlisbergers Masse oder Auftreten/Stil nicht gestört. Ben ist ein großgewachsener, schwer zu sackender Pocket Passer, der nie Konditions- oder Kraftdefizite offenbart hat. Nicht jeder Quarterback der Liga muss ein Superathlet à la Dak Prescott oder Kyler Murray sein, um erfolgreich zu spielen.

Jay Cutler (Ex-Bear, Ex-Bronco) oder Matt Stafford als Beispiele hatten Zeit ihrer Karrieren eine ähnliche Konstitution wie Roethlisberger – und sind damit (auch als Pocket Passer) passabel gefahren.

Fühlt sich die Nummer 7 der Steelers mit den „fehlenden“ Pfunden aber merklich wohler für NFL-Action, kann damit vielleicht Verletzungen besser vorbeugen oder irgendwann mit den zwei, drei Prozent Athletik mehr das eine oder andere Play setzen, so bin ich all for it.

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