AFC-North-Konkurrenz: Baltimore Ravens

AFC-North-Konkurrenz: Baltimore Ravens
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Die AFC North ist durchaus so stark aufgestellt, dass sie bei den AFC-Wildcards mit Vertretern mitmischen könnte. Allerdings spielen unter anderem Chiefs und Chargers sowie Colts und Texans zusammen in jeweils einer Division – Teams, welche große Kaliber in der Conference darstellen oder sich zumindest auch für das Wildcard-Race anmelden könnten.

Heute geht’s um ein Team, das punkto Playoff-Teilnahme auch meistens mitmischt.

Meine Einschätzung zu Baltimore:

Die Ravens – Dauerrivale und immer gefährlich

Vielleicht bin ich festgefahren in meinen Ansichten oder gebe zu viel Credit, wo er nicht zu geben wäre, aber für mich sind (auch wieder) 2019 die Ravens absolut und zuallererst jenes Team, mit dem ich rechne, wenn’s um Steelers-Konkurrenz aus der AFC North geht.

In vielen Analysen wird angeführt, dass die Ravens in dieser Offseason bedeutsame Defender verloren haben – und das stimmt so auch. Vor allem im Pass Rush wirkt man ohne Urgestein OLB Terrell Suggs (Cardinals), OLB Za’Darius Smith (Packers) und auch ILB CJ Mosley (Jets) klar schlechter aufgestellt. Dafür hat man Star-Safety Earl Thomas aus Seattle dazugeholt, der aber bekanntlich in der Secondary spielt.

Wie entwickelt sich Jackson?

Der Aderlass für Baltimore war da, aber das war auch in der Vergangenheit immer mal wieder so. Und trotzdem hat es diese Franchise unter der Führung von Head Coach John Harbaugh gefühlt immer verstanden, schlagkräftige wie gefährliche Squads zu stellen.

Offensiv werden die Ravens angeführt von Second-Year-Quarterback Lamar Jackson, der so was wie der eine Grund dafür ist, warum ich Baltimore nicht sogar als Superbowl-Dark-Horse einstufe. Ich halte, basierend auf dem, was Jackson als Rookie präsentiert hat, nicht sehr viel von ihm. Athletik, Dynamik als Rusher und das Überraschungsmoment bringen dich bis zu einem gewissen Punkt. Für dauerhaften Erfolg in der National Football League musst du aber ein Spiel als Passer aus der Pocket entscheiden können. Und das habe ich bei Jacksons Ungenauigkeiten und Unzulänglichkeiten noch nicht gesehen.

Die Ravens haben es letztes Jahr geschickt gemacht, nach dem Switch auf QB Jackson gleichzeitig massiv aufs Laufspiel zu setzen, um ihn zu entlasten. Ein Rusher findet sich bei Baltimore meistens, der einige gute Spiele aneinanderreiht. Für 2019 hat man jetzt sogar Mark Ingram am Start, ein Power Back, der bei den Saints über Jahre solide Arbeit verrichtet hat.

Rookies führen die Pass-Catching-Riege an

Von den Passempfängern bin ich nicht angetan, wiewohl ich die Rookies Miles Boykin und First Rounder Marquise Brown viel zu wenig kenne und daher nicht vorschnell urteilen darf. Mit Michael Crabtree wurde der erfahrenste Wideout am Roster nicht weiterverpflichtet. Für mich war Crabtree aber mehr “Just a Guy” als Differencemaker, also halte ich das für verschmerzbar.

Bei den Ravens wird’s meiner Ansicht nach darauf ankommen, A) wie leicht sie sich tun, mit neuem Personal den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen und zu sacken und B) wie lange sie konstanten Erfolg mit einem physischen Offense-Konzept haben können, welches doch eher an die 1980er Jahre als an heutige Zeiten erinnert.
Im M&T Bank Stadium gewinnst du aber nur sehr schwer, daher wird Baltimore auch 2019 seine Siege einfahren und eine Rolle spielen.

Tipp: Rang 2 in der AFC North (Record 10-6, enger Fight mit den Steelers, dann Wildcard)

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